Jungpferd anreiten ohne Druck
Vom ersten Halftern bis zu den ersten Schritten unter dem Reiter: fünf Etappen ohne Druck und ohne schlechte Erfahrungen.

Die ersten Erfahrungen mit Menschen prägen, wie ein Pferd später an Neues herangeht. Deshalb soll dein junges Pferd von Anfang an gute Erfahrungen machen: ohne Druck, ohne Stress und ohne schlechte Erinnerungen.

Wann ist ein Pferd so weit?
Wann ein junges Pferd angeritten wird, hängt von seiner Entwicklung, seiner Gesundheit und seinem Typ ab. Lass das auch tierärztlich einschätzen. Vieles, was später das Reiten leicht macht, kann ein Pferd aber schon lange vorher lernen.
Fünf Etappen
Das erste Halftern
Das Pferd lernt, dass das Halfter nichts Bedrohliches ist. Am Anfang reicht es, wenn es das Halfter anschaut oder mit der Nase berührt. Jeder kleine Schritt wird belohnt.
Putzen
Berührung am ganzen Körper wird angenehm, auch an Beinen und Hufen. Das hilft später beim Hufschmied und beim Tierarzt.
Führen
Gehen, anhalten, wenden, am lockeren Strick und in einem Tempo, bei dem dein Pferd gut mitkommt.
Das erste Aufsteigen
Vorher gewöhnt sich das Pferd in Ruhe an Sattel und Gurt und daran, dass ein Mensch über ihm ist. Aufgestiegen wird erst, wenn es dabei entspannt bleibt.
Die ersten Schritte unter dem Reiter
Kurze Einheiten in vertrauter Umgebung, mit vielen Pausen. Lieber früh aufhören, solange alles gut läuft.

Worauf es ankommt
- Das Tempo des Pferdes: Wir gehen einen Schritt nach dem anderen. Wenn etwas nicht klappt, war der Schritt zu groß.
- Stress früh erkennen: Gerade junge Pferde zeigen Überforderung oft leise. Wie du die Anzeichen erkennst, liest du im Beitrag Stress beim Pferd erkennen.
- Belohnung statt Druck: Ein junges Pferd, das gelernt hat, dass sich Mitmachen lohnt, geht auch später neugierig an Neues heran. Mehr dazu im Beitrag Positive Verstärkung beim Pferd.


